Ärzte Zeitung online, 27.07.2011

Fundsache

Vergiftete Buletten zum Abendessen

Schlechtes Essen kann eine Qual sein - wie sehr, das musste jetzt ein 37-Jähriger aus Duisburg erfahren. Von der Montage zurück nach Hause gekommen, hatte ihm seine 31-jährige Ehefrau Frikadellen zubereitet.

Womöglich hatte er sich hungrig auf Klopse gestürzt, doch die Rechnung hatte er ohne seine Frau gemacht: Denn die hatte das Gehackte nach "Art des Hauses" angemacht - mit einer gehörigen Portion Schlaftabletten. Serviert wurden die "Frikadellen spezial" mit Kaffee - abschmeckt mit starken Schmerzmitteln.

Der Mann soll sich bereits beim Essen über den ungewöhnlichen Geschmack gewundert haben, berichtet die Polizei. Kurz darauf bekam er Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen und eine große Müdigkeit.

Zwei Tage darauf - der Vorfall hat sich bereits Anfang April ereignet - suchte er einen Arzt auf. Obwohl er ohne Befund wieder entlassen wurde, muss er misstrauisch gewesen sein, denn schließlich wendete er sich an die Polizei.

Die Ermittler konnten noch einige von den Buletten in der Mülltonne sicherstellen. Außerdem fanden sie heraus, dass sich die Ehefrau in den Tagen vor der Heimkehr ihres Mannes im Internet intensiv nach Möglichkeiten erkundigt hatte, womit man einen Menschen "schnell töten kann".

Nach der toxikologischen Untersuchung stand fest: Mit der Tablettenmenge hätte der Mann durchaus sterben können. Nun sitzt die Frau in Untersuchungshaft. (eb)

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[09.08.2011, 00:13:57]
Dr. Thomas Simon 
ohne Befund...(zum Artikel "Vergiftete Buletten zum Abendessen")
Im 4. Absatz heißt es "Obwohl er ohne Befund wieder entlassen wurde..."

Nun, richtig sollte es heißen "ohne krankhaften Befund". Denn, sobald man einen Patienten untersucht hat, hat man auch einen Befund - je nach dem einen pathologischen oder unauffälligen. "o.B." bedeutet nämlich entweder"ohne Besonderheiten"oder auch "ohne (pathologischen) Befund" (sh. dazu http://www.med-serv.de/ma-let-O-0.html).

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. Thomas S i m o n  zum Beitrag »

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