Ärzte Zeitung, 19.10.2011

Fundsache

Saubere Hände reinigen die Seele

Wenn Sie sich schlecht fühlen, sollten Sie sich die Hände waschen. Damit spülen Sie auch Zweifel oder Gefühle unmoralischen Handels von der Seele. Das erklären die US-amerikanischen Psychologen Spike Lee und Norbert Schwarz in der Zeitschrift "Current Directions in Psychological Science" und führen mehrere Studien an.

So haderten Menschen weniger mit ihrem Einkauf, wenn sie sich mit einem feuchten Tuch die Hände abwischen durften. Ähnlich bei Zockern: Nach dem Händewaschen spielten sie riskanter. Die Forscher gehen davon aus, dass Ekel und das Gefühl, dreckig zu sein, von ähnlichen Nervennetzwerken verarbeitet werden.

Vielleicht urteilen Menschen deshalb in schmutzigen Räumen auch härter über Fehler anderer als in sauberer Umgebung. Einen Haken gibt es aber: auch positive Erlebnisse könnten weggewaschen werden. (jvb)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »