Ärzte Zeitung, 10.11.2011

Fundsache

Popsongs als Reanimationshilfe

Ausgewählte Titel aus der Popmusik sind wohl kaum dafür geeignet, die Qualität der kardiopulmonalen Reanimation bei Herzstillstand zu verbessern.

Forscher der Universität Coventry haben jetzt in einer Studie mit freiwilligen Probanden getestet, ob sich mithilfe von Popsongs als rhythmischen Taktgebern bei der Brustkompression eine leitliniengerechte Kompressionsfrequenz von 100 bis 120 pro Minute besser erreichen lässt.

Zu den Songs "Achy breaky heart" oder "Disco Science" übten die Teilnehmer jeweils an einer Puppe. Die Ergebnisse sind nicht allzu überzeugend: Zwar konnte mit "Disco Science" als musikalischer Antriebshilfe der Anteil der Probanden mit adäquater Kompressionsfrequenz erhöht werden.

Zu bemängeln war allerdings bei der Mehrzahl der Probanden eine zu flache Kompression, bei der die empfohlene Kompressionstiefe nicht erreicht wurde. (ob)

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Auch das noch! (3194)
[12.11.2011, 21:01:51]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
„Mit Musik geht alles besser“?
Bei dieser Flitzpiepen-Musik kann das Reanimationstraining mit 100 Beats per Minute und 5 cm Kompressionstiefe auch nicht gelingen! Da muss schon mindestens "Heavy-Metal"- oder, kleiner Scherz, "Death-Metal"-Musik her, denn den will man ja besiegen.

Und zur Not einfach Lautsprecherboxen flach legen, den zu Reanimierenden mit Herz-Kreislaufstillstand drauf legen: Die Vibrationen der Lautsprechermembranen schaffen locker 5 cm Kompressionstiefe und die korrekten 100 Bpm.

MfG zum 11.11.2011, Dr. med. Thomas G. Schätzler (gestern Fortbildung in Köln)
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