Ärzte Zeitung, 16.11.2011

Fundsache

Panda-Dung als Basis für Luxus-Tee

Die Ausscheidungen von Pandas sollen den teuersten Tee der Welt wachsen lassen. Die Idee mit dem Spezialdünger hat sich der frühere Geschäftsmann und Kalligrafielehrer an der Universität der Provinz Sichuan in Südwestchina, An Yanshi, nach eigenen Angaben sogar patentieren lassen.

"Pandas ernähren sich von Bambusblättern, die genauso wie grüner Tee Elemente zum Schutz vor Krebs enthalten", sagte An Yanshi. Wie der Tee schmeckt, weiß der 41-jährige aber bislang nicht, weil er noch nichts geerntet hat.

Immerhin hat er schon klare Preisvorstellungen: Ein Pfund der ersten Frühjahrsernte soll 219.000 Yuan kosten, umgerechnet 25.000 Euro.

Soviel kostet kein anderer Tee in der Welt, aber der Preis sei auch voller kultureller Elemente, sagt An Yanshi: "21" stehe für das 21. Jahrhundert und die "9" symbolisiert für Chinesen ein langes Leben.

Die zweite Ernte werde mit 20 000 Yuan das Pfund, umgerechnet 2300 Euro, auch schon billiger sein, versicherte An Yanshi. (dpa)

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[16.11.2011, 11:58:00]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Statt "Katzeklo, ja das macht die Katze froh" jetzt "Pandaklo, ja das macht der Panda-Po"?
Dieser "Panda-Tee" ist offensichtlich ein Pendant zum "Kopi Luwak-Kaffee" der indonesischen Schleichkatzenart "Musang Luwak". Die kann nur die weiche äußere Hülle der Kaffeekirschen verdauen. Die Kaffeebohnen selbst werden wieder ausgeschieden, aus dem "Katzenklo" herausgepult, gewaschen und geröstet. Kopi Luwak ist eine Mischung der verschiedenen Kaffeesorten, die diese Katzenart frisst; fermentiert und intensiviert durch den Verdauungsprozess. Geschmacklich soll ein Ferment aus dem Schleichkatzenmagen das für den Verbraucher besondere "Verwöhnaroma" sicherstellen.

Ob der Panda-Dung dem Chinatee wirklich zu vergleichbarem Edelaroma verhilft, bleibt noch abzuwarten. Und wo bleiben eigentlich die Australier mit Koala-Bier, das mit den Ausscheidungsprodukten der Eukalyptus fressenden Koala Bären fermentiert werden könnte?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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