Ärzte Zeitung, 04.07.2012
Fundsache
Ein gutes Buch verkürzt den Knast
Lesen befreit! Brasilianische Häftlinge können ihre Zeit hinter Gittern verkürzen, indem sie ihre Nase in Bücher stecken - für jedes gelesene Buch werden vier Tage Haft gestrichen.
An dem speziellen Programm sind vier Bundesgefängnisse des Landes beteiligt. Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, wollen die Initiatoren zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die Gefangenen auf ihre Zeit in Freiheit vorbereiten und zugleich die überbelegten Gefängnisse entlasten.
Wer für das Programm "Tilgung durch Lesen" in Frage kommt, entscheidet eine Kommission. Maximal 48 Tage pro Jahr kann ein Gefangener seine Haftzeit verkürzen.
Dazu müsste er zwölf Werke aus Literatur, Philosophie und Wissenschaft lesen, eines pro Monat. Im Anschluss muss er ein Essay schreiben, der Auskunft über Textverständnis gibt und gänzlich frei von Korrekturen ist. (Smi)

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[23.05.2013]
Fettleibigkeit in jüngeren Jahren hat fatale Folgen. Das zeigt eine Vergleichsstudie von fetten und schlanken Männern: Jeder zweite 22-Jährige mit Adipositas erkrankt an Diabetes, erleidet einen Infarkt oder stirbt - noch vor seinem 55. Geburtstag.
mehr »
[23.05.2013]
Schwere Zeiten für Arzneifälscher: Ein Code macht jede Medikamentenpackung zum Unikat - ein unkomplizierter Weg zu mehr Sicherheit, sagen die Beteiligten. In der ersten Testphase läuft vieles glatt - doch noch sind nicht alle Probleme gelöst.
mehr »
[23.05.2013]
Sprachtest für Ärzte aus dem Ausland: In Rheinland-Pfalz müssen ausländische Mediziner ihre Deutschkenntnisse prüfen lassen. Die Kammer will damit Patienten und Kollegen schützen. Bilanz nach zehn Monaten: Viele neue Kollegen scheitern am Test.
mehr »