Ärzte Zeitung, 30.08.2012

Fundsache

Sexpuppe entschärft Verkehr

Um den Verkehr vor ihrer Haustür zu beruhigen, griff eine Chinesin zu einem Mittel, das die Gemüter sonst eher erregt: Sie band eine Sexpuppe, gekleidet in rote Reizwäsche, an einen Baum.

Lin Chen wohnt in Ningbo, einer Küstenstadt in der ostchinesischen Provinz Zhèjiang. Trotz Ampeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen rasten die Autofahrer an ihrem Haus vorbei.

Jetzt hatte die 67-Jährige die Nase voll. "Die Polizei interessiert sich nicht dafür, also kaufte ich die Puppe und befestigte sie an einem Baum. Ich dachte, die Autofahrer würden schon auf die Bremse treten, wenn ich ihnen etwas fürs Auge biete."

Tatsächlich ist die Zahl der Unfälle seit Chens Aktion spürbar zurückgegangen, berichtet die Online-Agentur Orange.

"Das ist zwar keine Methode, die wir nutzen würden", sagte ein Polizeisprecher. "Aber wir können auch nicht sagen, dass sie nicht funktioniert." (Smi)

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