Samstag, 25. April 2015
Ärzte Zeitung, 06.11.2012

Fundsache

Trommelwirbel für Indiens Wildpinkler

Urinieren in der Öffentlichkeit verstört nicht nur die Regeln und Vorschriften gewöhnten Deutschen. Dafür handelt es sich ja hier zu Lande auch um eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeit.

Nun zieht der Subkontinent nach - wenn auch ohne Bußgeld: Wer im Distrikt Jhunjhunu an einen Baum pinkelt oder die Hose runterlässt, muss in Zukunft mit lauter Begleitmusik rechnen.

Der Bezirksrat setzt auf Freiwillige, die sich mit Pfeifen und Trommeln hinter die Wildpinkler stellen, um sie in Verlegenheit zu bringen. Auch würden ihre Namen veröffentlicht, berichtete die Zeitung "The Times of India".

Das Projekt startet demnach in 34 Dörfern und soll bei Erfolg ausgeweitet werden. Öffentliches Urinieren ist vor allem auf dem Land weit verbreitet - bei mangelndem Hygienebewusstsein. Jhunjhunu stellt zudem in jedem teilnehmenden Dorf eine öffentliche Toilette auf. (maw/dpa)

|
Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3190)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Reportage aus Afrika: Mit Handys gegen Malaria

Malaria ist in vielen Regionen Afrikas ein Problem - vor allem dort, wo die medizinische Versorgung schlecht und die Armut groß ist. Tabletten und Schnell­tests helfen bisher wenig. Jetzt soll moderne Technik die Wende bringen. mehr »

Interne Streitfragen: KBV-VV plant Großreinemachen

Schlechte Stimmung in der KBV-VV: Weil sich bei etlichen Vertretern offenbar viel Frust angestaut hat, sollen jetzt alle internen Probleme auf den Tisch kommen. Dabei soll es auch um die Zukunft von KBV-Vize Feldmann gehen. mehr »

Klinikeinweisung: Ministerium winkt umstrittene Richtlinie durch

Das Bundesgesundheitsministerium hat die umstrittene Krankenhauseinweisungs­richtlinie unverändert genehmigt. Der KBV passt das gar nicht. mehr »