Ärzte Zeitung, 06.11.2012

Fundsache

Trommelwirbel für Indiens Wildpinkler

Urinieren in der Öffentlichkeit verstört nicht nur die Regeln und Vorschriften gewöhnten Deutschen. Dafür handelt es sich ja hier zu Lande auch um eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeit.

Nun zieht der Subkontinent nach - wenn auch ohne Bußgeld: Wer im Distrikt Jhunjhunu an einen Baum pinkelt oder die Hose runterlässt, muss in Zukunft mit lauter Begleitmusik rechnen.

Der Bezirksrat setzt auf Freiwillige, die sich mit Pfeifen und Trommeln hinter die Wildpinkler stellen, um sie in Verlegenheit zu bringen. Auch würden ihre Namen veröffentlicht, berichtete die Zeitung "The Times of India".

Das Projekt startet demnach in 34 Dörfern und soll bei Erfolg ausgeweitet werden. Öffentliches Urinieren ist vor allem auf dem Land weit verbreitet - bei mangelndem Hygienebewusstsein. Jhunjhunu stellt zudem in jedem teilnehmenden Dorf eine öffentliche Toilette auf. (maw/dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »