Donnerstag, 24. Juli 2014
Ärzte Zeitung, 06.11.2012

Fundsache

Trommelwirbel für Indiens Wildpinkler

Urinieren in der Öffentlichkeit verstört nicht nur die Regeln und Vorschriften gewöhnten Deutschen. Dafür handelt es sich ja hier zu Lande auch um eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeit.

Nun zieht der Subkontinent nach - wenn auch ohne Bußgeld: Wer im Distrikt Jhunjhunu an einen Baum pinkelt oder die Hose runterlässt, muss in Zukunft mit lauter Begleitmusik rechnen.

Der Bezirksrat setzt auf Freiwillige, die sich mit Pfeifen und Trommeln hinter die Wildpinkler stellen, um sie in Verlegenheit zu bringen. Auch würden ihre Namen veröffentlicht, berichtete die Zeitung "The Times of India".

Das Projekt startet demnach in 34 Dörfern und soll bei Erfolg ausgeweitet werden. Öffentliches Urinieren ist vor allem auf dem Land weit verbreitet - bei mangelndem Hygienebewusstsein. Jhunjhunu stellt zudem in jedem teilnehmenden Dorf eine öffentliche Toilette auf. (maw/dpa)

|
Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3189)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Probiotika: Darmkeime zur Blutdrucksenkung

Die Meinung über Probiotika ist geteilt: Die einen schwören auf sie, die anderen halten sie für überflüssig. Eine Studienübersicht kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass probiotische Produkte den Blutdruck moderat senken. mehr »

EU-Verordnung: Dobrindts "Luftnummer" lässt Rettungsflieger aufatmen

Eine EU-Verordnung verunsichert Deutschlands Kliniken und Luftretter. Jetzt hat der Verkehrsminister tief in die Trickkiste gegriffen. mehr »

Gaza-Krieg: Ärzte werfen Israel "Massaker" vor

Der Gaza-Krieg ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan: Jetzt haben Ärzte die israelische Offensive mit scharfen Worten kritisiert. Jüdische Mediziner in Deutschland sind entsetzt. Sie werfen ihren Kollegen Realitätsverlust vor. mehr »