Ärzte Zeitung, 26.11.2015

Doping-Skandal

"Man muss Russland Zeit geben"

FRANKFURT/MAIN. Der deutsche WADA-Ermittler Günter Younger hat erstmals über die Aufdeckung des großen Doping-Skandals in der russischen Leichtathletik gesprochen und dabei ein Schreckensbild der Verhältnisse vor Ort gezeichnet.

"Die Betrugskultur zu entwurzeln, wird Jahrzehnte dauern. Da muss man auch fair sein und dem Land Zeit geben", sagte der Polizeibeamte des Bayerischen Landeskriminalamts. "Vereinzelt wurde sogar weiter gedopt, während wir dort waren."

Einer der Befragten habe den WADA-Ermittlern "ins Gesicht gesagt: Egal, was ihr hier macht, es wird sich eh nichts ändern."

Younger gehörte genau wie der frühere WADA-Chef Richard Pound und der kanadische Sportrechtler Richard McLaren zu der Kommission, die im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur die ARD-Enthüllungen über Doping in der russischen Leichtathletik untersuchte.

Der frühere Leiter des Drogendezernats bei Interpol spricht von einem grundsätzlichen Problem des Weltsports. (dpa)

Topics
Schlagworte
Doping (117)
Organisationen
Interpol (21)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »