Ärzte Zeitung, 21.10.2005

Sensor für fette Speisen auf der Zunge entdeckt

DIJON (ddp.vwd). Wissenschaftler haben auf der Zunge Geschmackssensoren für fettige Speisen entdeckt. In Versuchen an Ratten und Mäusen haben die Forscher das Schmecken von Fetten mit einem Glycoprotein, CD36 genannt, in Verbindung gebracht.

Die Forscher um Fabienne Laugerette von der Universität Dijon stellen ihre Ergebnisse in "The Journal of Clinical Investigation" online vor. Ob es auf der Zunge auch Rezeptoren für fetthaltige Speisen gibt, war bisher strittig.

Die Vorliebe für Fett hatten Wissenschaftler bisher mit dem Geruch und der Konsistenz fetthaltiger Speisen in Verbindung gebracht.

Nun hat das Forscherteam einen Zusammenhang herstellen können zwischen der Vorliebe für Fett und dem Glycoprotein CD36 auf der Zunge direkt neben den Geschmacksknospen.

Die Forscher züchteten genetisch veränderte Mäuse ohne CD36 und verglichen sie mit gewöhnlichen. Bei Fütterungsversuchen hatten gewöhnliche Mäuse eine starke Vorliebe für fetthaltige Speisen, die Mäuse ohne CD36 gaben keinem der Nahrungsangebote einen Vorrang.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Münchner lernen Zivilcourage

In einem Kurs der Polizei lernen Bürger, wie sie mit Zivilcourage in schwierigen Situationen einschreiten – und sich dabei schützen. mehr »

Zahl importierter Malaria-Erkrankungen stark gestiegen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Malaria-Erkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen. Die unspezifische Symptomatik führt immer wieder zu potenziell lebensbedrohlichen Fehldiagnosen. mehr »

BGH befreit Durchgangsärzte von Haftung

Für die Folgen eines Fehlers bei der Diagnose und auch der Erstversorgung durch einen D-Arzt haftet nicht der Arzt, sondern die Unfallversicherung. Das hat nun der Bundesgerichtshof klargestellt. mehr »