Ärzte Zeitung, 21.11.2006

Ärzte-Rat in Ernährungsfragen ist glaubwürdig

DRESDEN (dür). Wenn es um Fragen der Ernährung geht, gewinnen in Sachsen zwar Radio, Fernsehen und Zeitschriften als Quelle der Information an Bedeutung hinzu. Doch drittwichtigste Informationsquelle ist der Arzt vor Freunden/Bekannten, Apothekern und Kassen.

Geht es aber um die Glaubwürdigkeit der Information nehmen Ärzte unangefochten die Spitzenposition ein. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite sächsische Verzehrstudie, für die etwa 1400 Erwachsene und Kinder ihr Ernährungsverhalten protokolliert haben. Dabei wurde auch erhoben, wo sich die Menschen über gesunde Ernährung informieren.

65 Prozent nannten den Arzt, 70 bis 75 Prozent gaben Zeitschriften/Illustrierte, Radio und Fernsehen an. Beim Apotheker erkundigen sich 55 Prozent und bei Krankenkassen 50 Prozent. Letztere haben jedoch im Vergleich zur ersten Erhebung 1999 stärker an Einfluß in Ernährungsfragen gewonnen.

Doch auch vom Arzt lassen sich heute zehn Prozent mehr der Befragten beraten als vor sechs Jahren. Als Informationsmedium deutlich zugelegt hat auch das Internet, das inzwischen beim Thema Ernährung für 20 Prozent der Sachsen wichtig ist. Acht Prozent halten die dort gewonnenen Infos für glaubwürdig.

Was die Glaubwürdigkeit der Information angeht, haben Ärzte ihre Spitzenstellung auf Platz eins behaupten können und sogar noch ausgebaut. Ihnen folgen auf Platz zwei Apotheker.

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