Ärzte Zeitung online, 17.07.2009

Viele Berufstätige verzichten aufs Frühstück

NÜRNBERG (dpa). Frühstück ist bei den meisten Berufstätigen in Deutschland eine eher kurze Angelegenheit - viele verzichten sogar ganz auf die morgendliche Stärkung. Mehr als 20 Prozent der Berufstätigen nehmen sich während der Woche weniger als zehn Minuten Zeit für den Morgenimbiss, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens Konzept & Analyse hervor.

Ein Viertel der Bundesbürger frühstückt in der Woche selten oder gar nicht, berichteten die Marktforscher. Gemeinsam mit dem Kölner Online-Umfrage-Institut Respondi hatten sie 2000 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt.

   Während das Frühstück die Woche über eher als Pflichtübung betrachtet wird, machten viele das Familienfrühstück am Wochenende zum Happening: Fast 70 Prozent der Berufstätigen nähmen sich dafür viel Zeit und tischten auf, was der Kühlschrank hergebe. Die Nummer eins sei dabei das Sonntags-Ei. Beliebtestes Frühstücksgetränk sei der klassische Filterkaffee.

An Bedeutung gewinne das Frühstück im Alter, berichteten die Marktforscher: Frühstückt bei den 14- bis 19-Jährigen fast die Hälfte weniger als zehn Minuten, sind das bei den über 60-Jährigen nur noch sechs Prozent. Jeder dritte Mann hält die Morgenzeitung beim Frühstück für unverzichtbar; nur ein Drittel bevorzugt Unterhaltung bei der morgendlichen Tischrunde.

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