Ärzte Zeitung online, 15.10.2009

Union und FDP: Bessere Lebensmittelkennzeichnung

BERLIN (dpa). Union und FDP wollen die Lebensmittelkennzeichnung verbessern. "Auf Verpackungen von Lebensmitteln darf nur drauf stehen, was drin ist", heißt es in einem Entwurf der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz vom Mittwoch, der der dpa vorliegt. Zutatenlisten, Abbildungen und Bezeichnungen sollten klarer werden.

"Unser Ziel ist zudem eine regionale Herkunftskennzeichnung, die zwischen Ursprungs- und Verarbeitungsort unterscheidet." Die künftigen Koalitionäre wollen schärfer gegen Gammelfleisch vorgehen. Bei wiederholten Verstößen sollen die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolle veröffentlicht werden. Schlachtabfälle sollen eingefärbt werden. Das Verbraucherinformationsgesetz, mit dem Behörden über Lebensmittelskandale informieren, wird nach den Plänen auf alle Produkte und Dienstleistungen ausgedehnt.

Die Ampel-Kennzeichnung, bei der Fett, Salz und Zucker je nach Gehalt rot, gelb oder grün gekennzeichnet werden, wird abgelehnt. Dagegen favorisieren die schwarz-gelben Politiker das jetzige freiwillige System mit Angabe von Prozenten in Bezug zur Tagesmenge.

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