Ärzte Zeitung, 23.06.2004

Beispielhafte Projekte der Prävention

In Berlin wurde der erste Deutsche Präventionspreis vergeben / Elf Initiativen geehrt

BERLIN (vn/tg). Mit dem ersten Deutschen Präventionspreis ist das Modellprojekt "Mo.ki - Monheim für Kinder" ausgezeichnet worden. Gegen 449 Bewerber setzte sich das Projekt zur Förderung von Kindern im sozialen Brennpunkt in einem gemeinsamen Wettbewerb des Bundes-Gesundheitsministeriums (BMGS), der Bertelsmann Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) an die Spitze. Der Preis ist mit 11 000 Euro dotiert.

Wirkungsvolle Prävention, so erläuterte Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, fange schließlich bei Kindern an. Deshalb habe man Projekte aus diesem Bereich gewählt, die auf langfristige Förderung einer gesunden Lebensweise ausgerichtet seien.

Ausgezeichnet wurden insgesamt elf Projekte aus verschiedenen Bundesländern. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Es sind tolle Ideen dabei, für die man sich viele Nachahmer wünschen kann. Ernährung, Bewegung, Entspannung und Suchtvorbeugung sind Bereiche, in denen beispielhaft Prävention betrieben werden kann."

Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, sah in dem Wettbewerb einen Impulsgeber für eine integrierte Präventionsstrategie bei Jugendlichen und Kindern. "Prävention wirkt, das sehen wir an den schnellen Erfolgen der ausgezeichneten Projekte", so Pott. Sie lobte besonders die Tatsache, daß viele kreative Wege an sozialen Brennpunkten geschaffen wurden und mit höherem Gesundheitsbewußtsein auch eine bessere Bildungsfähigkeit vermittelt werde.

Die zehn ebenfalls ausgezeichneten Projekte erhalten je 5500 Euro für ihre Arbeit. An den insgesamt 66 000 Euro für die Aktion beteiligte sich auch die Industrie. Der Arzneimittel-Hersteller Janssen-Cilag aus Neuss stiftete 16 000 Euro.

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