Ärzte Zeitung, 14.03.2005

Heute bekommt Ian Wilmut den Paul-Ehrlich-Preis

FRANKFURT AM MAIN (eb). Heute wird dem schottischen Klonforscher Professor Ian Wilmut in der Paulskirche in Frankfurt am Main der Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis überreicht.

Ian Wilmut erhält die mit 100 000 Euro dotierte Auszeichnung "für seine bahnbrechenden Experimente, die zum Klonen eines Säugetiers führten". So hat die Paul-Ehrlich-Stiftung die Vergabe begründet. Das durch das Klonen entstandene Schaf Dolly ist berühmt geworden.

Wilmut will bald mit der Dolly-Methode versuchen, eine Methode zu entwickeln, humane Stammzellen für die Therapie zu gewinnen. Wilmut plant, dabei Hautzellen von Patienten mit einer Motorneuronen-Erkrankung für das Klonen zu verwenden. Deren Zellkern wird er in entkernte Eizellen schleusen, die Frauen für diese Forschung gespendet haben. So entstandene Eizellen werden dann aktiviert. Nach fünf bis sechs Tagen werden die Stammzellen aus dem entstandenen Embryo gewonnen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »