Ärzte Zeitung, 13.05.2005

Neuro-Preis für zwei Forscher aus Tübingen

TÜBINGEN (eb). Mit den diesjährigen Preisen der Attempto-Stiftung für wichtige Fortschritte auf den Gebieten der Neurobiologie sind die beiden Wissenschaftler Katrien de Graaf und Andreas Luft aus Tübingen ausgezeichnet worden. Die Preise sind mit jeweils 7500 Euro dotiert.

De Graaf, die am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in der Abteilung für experimentelle Neuroimmunologie arbeitet, wird für ihre Forschung zu Multipler Sklerose (MS) geehrt. Im Tierversuch ist es ihr gelungen, gezielt mit der MS assoziierte MHC-Moleküle zu blockieren und so die Erkrankung im Tiermodell zu bremsen, ohne das Immunsystem zu hemmen, wie die Universität Tübingen mitteilt. MHC-Antigene sind die Gewebeverträglichkeits-Merkmale.

Luft forscht in der Abteilung Allgemeine Neurologie der Universität Tübingen und wird für seine Arbeiten zum Lernen motorischer Fähigkeiten geehrt. Der Forscher hat bei Ratten entdeckt, daß durch das Lernen im motorischen Kortex neue Eiweißmoleküle synthetisiert werden, ein Hinweis auf neue Verbindungen zwischen Neuronen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »