Ärzte Zeitung, 30.09.2005

Alternative Nobelpreise für Umweltschützer

STOCKHOLM (dpa). Die Alternativen Nobelpreise sind in diesem Jahr an Umweltschützer sowie Menschenrechtler aus Kanada, Malaysia, Botswana und Mexiko vergeben worden. Das teilte die Stiftung Right Livelihood Award am Donnerstag in Stockholm mit.

Danach werden die Kanadier Maude Barlow und Tony Clarke für ihren weltweiten Einsatz für gerechten Handel und die Anerkennung eines Grundrechtes auf Wasser ausgezeichnet. Die Malaysierin Irene Fernandez erhält die Auszeichnung wegen ihres Kampfes gegen Gewalt gegen Frauen sowie ihres Eintretens gegen den Mißbrauch von Zuwanderern und armen Arbeitern.

Den dritten der mit insgesamt zwei Millionen Kronen (220 000 Euro) dotierten Preise vergab die Stiftung an die Gruppe First People of the Kalahari und ihren derzeit inhaftierten Gründer Roy Sesana. Die Organisation hat sich erfolgreich gegen die Vertreibung von Menschen in Botswana von ihrem angestammten Land zur Wehr gesetzt.

Der nicht dotierte Ehrenpreis ging an den mexikanischen Maler Francisco Toledo für sein Engagement bei der Bewahrung und Erneuerung des architektonischen und kulturellen Erbes in seiner Heimat Oaxaca.

Die Alternativen Nobelpreise werden nach einer Stiftung des deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll seit 1980 jährlich vergeben.

Zu den Favoriten des diesjährigen Friedensnobelpreises, der in gut einer Woche vergeben wird, zählt dem norwegischen Friedensforschungsinstitut PRIO zufolge der irische Rocksänger Bono von der Gruppe U 2. Bono setzt sich seit Jahren für die Schuldentilgung zugunsten von Entwicklungsländern ein.

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