Ärzte Zeitung, 15.12.2006

Erfinder-Ehrenpreis für das blinkende Notfallschild

Schild soll Notärzten den Weg ins richtige Haus weisen

Leicht zu bedienen: das blinkende Notfallschild. Foto: be8lich

HEIDELBERG (mm). Ein neu entwickeltes blinkendes Notfallschild, das Patienten sich privat zulegen können, soll Notärzten bei Tag und Nacht den Weg in die richtigen Häuser weisen.

Das Schild, das zum Preis von 69,95 Euro im Internet bezogen werden kann, wird von Patienten, die einen Notarzt oder Rettungsdienst geordert haben, im Notfall zum Beispiel im Fenster ihrer Wohnung oder Hauses aufgestellt.

"Angehörige oder Nachbarn müssen nicht mehr auf die Straße laufen, um die umherirrenden Rettungskräfte einzuweisen", wirbt Alfred Brandner aus Schwäbisch-Gmünd, Erfinder des blinkenden Notfallschildes und Rettungsassistent beim Deutschen Roten Kreuz, derzeit für sein Produkt.

Häufig seien für die Rettungskräfte Hausnummern schlecht oder gar nicht zu erkennen. Sie seien oft nur verdeckt angebracht und nicht beleuchtet. Im Ernstfall koste das wichtige Zeit, ist Brandners Erfahrung.

"Wir garantieren eine Lebensdauer von 10 000 Stunden", sagt Matthias Adler, der den blitzenden Wegweiser in der Firma "be8lich" herstellt.

Die Erfindung wurde in der MDR-Sendung "Einfach Genial" mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Das blinkende Notfallschild soll bald in Apotheken und Sanitätshäusern zu kaufen sein.

Infos im Internet unter: unter www.notfallschild.de

Topics
Schlagworte
Events (705)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »