Donnerstag, 5. März 2015
Ärzte Zeitung online, 10.02.2010

Chef de Mission: Stillschweigen über "Ärzte-Streit"

VANCOUVER (dpa). Die deutsche Teamleitung und die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) haben Stillschweigen zum "Ärzte-Streit" während der Olympischen Winterspiele vereinbart. "Für die Dauer der Spiele ist es kein Thema", sagte Chef de Mission Bernhard Schwank am Dienstag in Vancouver.

Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma hatte scharfe Kritik an der Auswahl von Gerald Lutz als Olympia-Arzt der DESG geübt. Daraufhin hatte DESG-Präsident Gerd Heinze der Athletin, die am Montag im Winterspiele-Ort eingetroffen ist, mit Konsequenzen gedroht.

Der Mediziner Lutz war der Teamarzt der deutschen Mannschaft, als Claudia Pechstein bei der Mehrkampf-WM im Februar 2009 in Hamar/Norwegen erstmals vom Weltverband ISU über ihre erhöhten Retikulozyten-Werte informiert wurde. Dreieinhalb Monate später wurde sie für zwei Jahre gesperrt.

"Wir haben Vertrauen in unsere Athleten, Ärzte und Betreuer", sagte Schwank. Zu den von der DESG angedrohten Konsequenzen für Friesinger wollte er keine Stellung beziehen.

Auch Anni Friesinger hatte kurz nach ihrer Ankunft angekündigt, während der Winterspiele nichts mehr zum Ärzte-Thema sagen zu wollen. "Hier konzentriere ich mich nur noch auf den Sport", sagte die 33- Jährige.

|
Topics
Schlagworte
Events (701)
Personen
Claudia Pechstein (37)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Minus in 2014: Weniger Geld im GKV-Safe

Die Finanzreserven der GKV sind geschmolzen. Weil viele Kassen 2014 Prämien an ihre Versicherten ausgezahlt und hohe Ausgaben beim Krankengeld notiert haben, landen sie im Minus. Auch im Gesundheitsfonds ist jetzt weniger Geld als noch 2013. mehr »

Versorgungsstärkungsgesetz: Koalition spricht von "Geisterfahrt der KBV"

Der Hauptgegner des Versorgungsstärkungs­gesetzes saß nicht im Bundestag: Bei der ersten Debatte des Gesetzentwurfs waren Koalitionspolitiker schlecht auf die KBV zu sprechen. mehr »

Tarifeinheit: Opposition zeigt sich fassungslos

Grüne und Linke haben den Gesetzentwurf zur Tarifeinheit bei der ersten Beratung im Bundestag zerpflückt. MB-Chef Rudolf Henke, selbst Abgeordneter der CDU, muss sich gegen Fraktion stellen. mehr »