Ärzte Zeitung, 16.03.2012

Highlights 1985

Rita Süssmuth ersetzt Heiner Geißler

Rita Süssmuth ersetzt Heiner Geißler

Bonn, 2. September 1985. Nachfolgerin von Heiner Geißler als Bundesgesundheitsminister wird die 48jährige Professorin für Sozialpädagogik an der Universität Dortmund, Rita Süssmuth.

In der Gesundheitspolitik war sie zunächst ein unbeschriebenes Blatt, ihr Profil hatte sie als Familienpolitikerin geschärft. Ihr Ressort firmierte ab ihrer Amtszeit als Bundesministerium für Jugend Familie, Frauen und Gesundheit (BMJFFG) mit einem besonderen Akzent auf der Frauenpolitik.

In der Gesundheitspolitik setzte Rita Süssmuth Schwerpunkte in der Aids-Politik.

Gegen mächtige Politiker innerhalb der Union, allen voran der damalige bayerische Innenstaatssekretär Peter Gauweiler, der für eine Absonderung und Internierung von HIV-infizierten Menschen plädierte, setzte Rita Süssmuth konsequent auf eine Politik der Aufklärung und Prävention und behielt damit die Oberhand gegen eine Politik der Diskriminierung von Kranken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »