Ärzte Zeitung, 26.09.2012

Highlights 2011

Bundestag regelt Zulassung der PID

Bundestag regelt Zulassung der PID

7. JULI 2011: Der Bundestag nimmt sich selten vier Stunden Zeit, um über ein Thema zu debattieren. Bei der Frage nach der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) waren die Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg in ihrer Haltung gespalten.

Letztendlich haben die PID-Befürworter die Unentschlossenen überzeugt: In Ausnahmefällen soll in Deutschland künftig die PID möglich sein.

Bedingung: Die Veranlagung der Eltern für eine schwerwiegende Erbkrankheit. Um Missbrauch vorzubeugen, müssen sich Paare beraten lassen, eine Ethikkommission muss jedem Einzelfall zustimmen.

Nur in wenigen Zentren soll die PID in Deutschland vorgenommen werden dürfen. Die Bundesärztekammer setzte sich dafür ein, dass die PID kein Routineverfahren bei der In-vitro Fertilisation wird.

Die fast 40 Redebeiträge der Abgeordneten belegen, dass sich die Haltungen für und wider die PID in dieser Frage quer durch alle Fraktionen und Weltanschauungen ziehen. Es war eine Debatte, in der jeder Parlamentarier Respekt vor der Haltung der Gegenseite zeigte. (bee)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »