Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

US-Kongress verabschiedet Hilfspaket für kranke 9/11-Helfer

WASHINGTON (dpa). Mehr als neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat der US-Kongress ein milliardenschweres Hilfspaket für Nothelfer mit gesundheitlichen Spätfolgen verabschiedet. Das Gesetz stellt Geld für Polizisten, Feuerwehrleute und Aufräumarbeiter bereit, die nach den Attacken am World Trade Center im Einsatz waren und durch die Schadstoffe in den schwelenden Trümmern erkrankten.

Auch Anwohnern des Unglücksorts soll mit dem Gesundheitspaket geholfen werden. Die zur Verfügung stehende Summe beläuft sich in kommenden fünf Jahren auf mehr als vier Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro).

Das Gesetz war lange von New Yorker Politikern gefordert worden, die darauf drängten, dass auch die Bundesregierung Verantwortung für gesundheitliche Folgeschäden der schlimmsten Terroranschläge auf US-Boden übernehmen müsse. Dies war lange von Republikanern abgelehnt worden, weil sie die Kosten für zu hoch hielten. Nach massiven Protesten einigten sie sich mit den Demokraten, die laut dem Entwurf bereitgestellte Summe um rund zwei Milliarden Dollar zu reduzieren.

"Unser Weihnachtswunder ist da", sagte die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand, nachdem das Gesetz nach langer Verzögerung den Kongress passierte. "Ein stolzer Tag", sagte ihr Senatskollege Charles Schumer.

Bereits im November hatte die Stadt New York angekündigt, mehr als 10 000 Arbeitern insgesamt 625 Millionen Dollar zu zahlen, die durch den toxischen Staub an Krebs, schweren Lungenproblemen oder anderen Leiden erkrankt waren.

Im September 2001 starben fast 3000 Menschen, als Terroristen zwei Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers flogen. Noch immer werden Leichenteile gefunden.

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