Ärzte Zeitung online, 10.09.2011

Erinnerungen: "Ich hatte mein Baby auf dem Arm, als ich die Bilder sah"

Almut Rosebrock war geschockt, als er die Bilder vom 11. September 2011 im Fernsehen sah. Inzwischen nervt ihn die Berichterstattung über 9/11 manchmal. Denn es gibt viele menschliche Schicksalsschläge hier in Deutschland, die ebenfalls schockierend sind und kaum beachtet werden.

Erinnerungen: "Ich hatte mein Baby auf dem Arm, als ich die Bilder sah"

Ich hatte mein Baby auf dem Arm, das 2. Kind, die kleine Ann-Christin, die Ende Juni 2001 geboren war. Felix war gerade 2 Jahre.

Irgendwie hatte ich den Fernseher an - und sah die Bilder vom 1. Flugzeug. Als dann der 2. Crash kam, wurde einem klar, dass wirklich etwas ganz Schlimmes passiert ist. Das konnte ja kein "Zufall" sein.

Inzwischen nervt mich die Berichterstattung über 9/11 manchmal. Es kann auch zu viel werden.

Allerdings las ich gerade gestern in der Zeitung mit Interesse persönliche Erfahrungsberichte von Leuten. Ihr Bericht über den Fotografen hat mich tief angerührt!

Wir leben in einer chaotischen und völlig verrückten Zeit!

Die Milliarden, die von der Bundesregierung durch die Gegend geschleudert werden - und Freunde von mir, die Spaghetti mit Hundefutter (von der Tiertafel) essen, um irgendwie mal satt zu werden. (...)

9/11 ist weit weg - das hier ist schockierend nah! (...)

Irgendwie müssen wir über unseren eigenen, engen Horizont hinausschauen - und die Hände ausstrecken zu Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

Ich jedenfalls kann nicht tatenlos zusehen... .

Zum Special "9/11 - Zehn Jahre danach"

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