Ärzte Zeitung online, 21.06.2011

WM-Favoriten: Sieben Nationen streiten um die Krone

Als Topfavorit gilt das deutsche Team bei der Fußball-WM der Frauen - schließlich ist die Neid-Elf Titelverteidiger und Gastgeber. Doch auch sechs anderen Mannschaften traut man den großen Coup zu.

Der Kampf um die WM-Krone: Das sind die Favoriten

Das Ziel einer jeden Fußballerin: den WM-Pokal in die Höhe zu strecken. Die deutsche Mannschaft gewann die beiden letzten Weltmeisterschaften 2007 und 2003.

© dpa

NEU-ISENBURG (ths/dpa). Weltmeister 2003 und 2007, dazu noch siebenmal Europameister: Mit den deutschen Fußballerinnen ist fest zu rechnen, wenn in Kürze die WM-Krone ausgespielt wird. Hinzu kommt der Heimvorteil, da die meisten Fans in den deutschen Stadien naturgemäß hinter der DFB-Auswahl stehen werden.

"Wir wollen den Titel wieder gewinnen. Wir sind Favorit und nehmen diese Rolle an", sagt Bundestrainerin Silvia Neid, die aber gleichzeitig betont: "Es wird sehr, sehr schwer und es wird immer schwieriger, weil die anderen Nationen nachziehen. Sie machen mittlerweile eine ähnlich intensive Vorbereitung wie wir."

Akribische Vorbereitung

Für die Mission Titelverteidigung überließen die DFB-Damen nichts dem Zufall. Nie zuvor hat sich eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft auf ein Turnier so lange und akribisch vorbereitet wie auf die Heim-WM vom 26. Juni bis 17. Juli.

Die Bundesliga-Saison endete bereits im März, am 11. April startete die Auswahl mit dem Technik-Lehrgang in Bitburg in die Vorbereitung. "Die lange Vorbereitung war sehr wichtig. Da bekommt man die paar Prozente, die man braucht", erklärt Torhüterin Nadine Angerer.

Die deutschen Fußballerinnen sind aber nicht die einzigen, denen man zutraut, die WM-Trophäe zu gewinnen. So gelten das US-Team als härtester Kontrahent der Deutschen und Brasilien als Mitfavorit. Außenseiterchancen rechnen sich Japan und Schweden aus. DFB-Präsident Theo Zwanziger hat nach eigener Aussage noch Norwegen und Nordkorea auf der Rechnung.

Deutschlands ärgste Rivalen

USA: Dreimaliger Olympiasieger, Weltmeister 1991 und 1999, Erster der FIFA-Weltrangliste und ein großer Turnier-Favorit. Dabei musste das Team der schwedischen Trainerin Pia Sundhage in der Qualifikation in die Play-offs gegen Italien. Das deutsche Team hat von 28 Länderspielen gegen die USA nur fünf gewonnen.

Brasilien: Das Team von Trainer Kleiton Lima hat einen richtigen Star: Marta (25) ist jüngst das fünfte Mal zur "Weltfußballerin des Jahres" gekürt worden. Fünffacher Südamerika-Titelgewinner und Weltranglisten-Dritter. Verlor das Finale 2007 gegen Deutschland mit 0:2. Setzt auf ähnlich intensive Vorbereitung wie das DFB-Team.

Japan: Als Dritter des Asien-Pokals qualifiziert. WM-Viertelfinalist 1995 und Olympia-Vierter 2008. Spitzname des Teams von Trainer Norio Sasaki ist "Nadeshiko" (Nelke). Mittelfeldspielerin Kozue Ando trägt das Trikot des FCR 2001 Duisburg. Nach der Atomkatastrophe wollen die Spielerinnen ihrem Land mit dem WM-Titel neuen Mut machen.

Nordkorea: Obwohl die Männer bei der WM in Südafrika dabei waren, werden sie von den Frauen in den Schatten gestellt: Achter der Weltrangliste. 2006 U 20-Weltmeister in Russland. WM-Aus 2007 im Viertelfinale gegen Deutschland. Verlor bislang alle vier Partien gegen die DFB-Auswahl. Vierte Turnier-Teilnahme.

Norwegen: Eines der besten Teams Europas. Weltmeister 1995 in Schweden, Zweiter 1991 in China, scheiterte im Halbfinale 2007 in China an Deutschland. Olympiasieger 2000, Europameister 1987 und 1993. Hat damit als einziges europäisches Land alle drei großen Titel gewonnen. Dank Trainerin Eli Landsem mit erstarkter Defensive.

Schweden: Setzte sich in der Play-off-Rundegegen Dänemark durch, aber erst nach Verlängerung im Rückspiel. Sechste WM-Teilnahme, Titelgewinner der ersten EM 1984. Unterlag im Endspiel 2003 nach dem Golden Goal von Nia Künzer Deutschland 2:3. Trainer Thomas Dennerby hat einen Generationswechsel beim Weltranglisten-Fünften vollzogen.

Den weiteren Teilnehmern wird keine Chance auf den WM-Triumph eingeräumt. Dies gilt für die deutschen Gruppengegner Kanada, Nigeria und Frankreich sowie Neuseeland, Mexiko, England, Australien und auch Kolumbien und Äquatorialguinea, die erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.

Zum Special zur Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

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