Ärzte Zeitung online, 01.04.2011

Berlin will schärfere Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan

BERLIN (dpa). Die Bundesregierung dringt darauf, den Grenzwert für die Strahlenbelastung von Lebensmitteln aus Japan EU-weit auf das Niveau der damaligen Tschernobyl-Regelung zu senken.

"Der vorbeugende Verbraucherschutz muss Priorität haben", sagte ein Sprecher von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag in Berlin.

"Deshalb ist bei einer Vereinheitlichung aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes grundsätzlich immer der jeweils niedrigste, also sicherste Grenzwert anzuwenden."

Die "Berliner Zeitung" berichtete zunächst, Verbraucher- und Umweltministerium wollten zwei unterschiedliche Strahlenwerte vereinheitlichen.

Als Folge der Atomkatastrophe in Japan setzte die EU am vergangenen Wochenende eine Regelung in Kraft, auf die sich die Europäische Union 1987 nach dem Atomunglück in Tschernobyl geeinigt hatte.

Daneben gibt es eine andere Verordnung mit niedrigeren Grenzwerten, die nach Angaben der EU-Kommission nur für Lebensmittel galt, die in Folge der Tschernobyl-Katastrophe 1986 verstrahlt wurden.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch und die Opposition hatten die höheren Grenzwerte für japanische Lebensmittel kritisiert.

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