Ärzte Zeitung online, 01.04.2011

Fukushima: Zu wenig Dosimeter für die Arbeiter

Fukushima: Zu wenig Dosimeter für die Arbeiter

TOKIO (dpa). Der japanische Stromkonzern Tepco hat offenbar nicht genug Strahlenmessgeräte für die Arbeiter in der Atomruine Fukushima Eins.

Das hat dem AKW-Betreiber einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo vom Freitag zufolge eine Verwarnung der Atomsicherheitsbehörde NISA eingebracht.

Arbeiter mussten sich dem Bericht zufolge Dosimeter teilen, nachdem viele der Geräte bei dem Erdbeben und dem Tsunami kaputt gegangen waren.

Diese Situation müsse im Sinne der Arbeiter verbessert werden, sagte NISA-Sprecher Hidehiko Nishiyama. Laut Angaben von Tepco stehen mittlerweile 420 Messgeräte zur Verfügung, eines für jeden Arbeiter.

Das Krisenmanagement des Atomkonzerns ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, nachdem letzte Woche drei Arbeiter hoher Strahlung ausgesetzt waren.

Unterdessen bestätigte Tepco frühere Messungen, nach denen im Grundwasser nahe des AKW 10.000-fach erhöhte Werte von Jod-131 entdeckt wurden.

Tepco hatte die Analyse auf Anordnung der Atomsicherheitsbehörde wiederholen müssen, da es zunächst Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse gab.

Am Donnerstag hatte man laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo Fehler bei der Analyse bei den seltenen Elementen Tellurium, Molybdän und Zirkonium entdeckt.

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