Ärzte Zeitung online, 05.04.2011

Südkorea besorgt über radioaktives Wasser

Südkorea besorgt über radioaktives Wasser

SEOUL (dpa). Südkorea hat Japan um detaillierte Informationen über die Einleitung von radioaktiv verseuchtem Wasser aus dem Atomkraftwerk in Fukushima ins Meer gebeten.

Die südkoreanische Regierung habe eine entsprechende Anfrage über ihre Botschaft in Tokio an die japanische Regierung gerichtet, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Dienstag vor Journalisten in Seoul.

Südkorea benötigt demnach genaue Daten, um die möglichen Gefahren für die Gesundheit der Menschen und die Umwelt abschätzen zu können. Südkorea sei nicht im Voraus über die Einleitung des verseuchten Wassers ins Meer informiert worden.

Ein anderer Beamter des Außenministeriums widersprach Berichten südkoreanischer Medien, wonach Seoul offiziell seine Bedenken gegen die Einleitung des verseuchten Wassers in den Pazifik an Tokio übermittelt habe.

Aufgrund der Nähe zwischen beiden Ländern sei die Maßnahme ein "dringendes Problem" für Südkorea, zitierte die nationale Nachrichtenagentur "Yonhap" Regierungsbeamte in Seoul.

Der Kraftwerksbetreiber Tepco hatte am Montag nach japanischen Medienberichten damit begonnen, rund 11.500 Tonnen Abwasser in den pazifischen Ozean zu pumpen.

Es sei nur leicht verstrahlt, habe das Unternehmen versichert. Die Aktion wurde am Dienstag fortgesetzt.

Topics
Schlagworte
Japan (438)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »