Ärzte Zeitung online, 20.04.2011

Japanische Minister auf Studienreise nach Tschernobyl

Japanische Minister auf Studienreise nach Tschernobyl

TOKIO (dpa). Japan schickt ein ranghohes Regierungsmitglied für Entseuchungsstudien nach Tschernobyl. Der Vize-Minister für Landwirtschaft und Fischerei, Takashi Shinohara, werde von Donnerstag an die Ukraine bereisen, teilte die Regierung am Mittwoch in Tokio mit.

Im Land der Reaktorkatastrophe von 1986 solle Shinohara Informationen sammeln, die bei der Dekontaminierung verstrahlter Böden rund um die Atomruine von Fukushima helfen könnten.

Wie die Nachrichtenagentur Jiji Press weiter berichtete, soll der Vize-Minister unter anderem ein Rapsfeld und eine Biosprit-Fabrik in der einst stark verseuchten Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk von Tschernobyl besuchen.

Das Feld und die Fabrik würden von einer gemeinnützigen japanischen Organisation und ihren Partnern, darunter einer ukrainischen Universität, betrieben. Shinohara werde auch an einer internationalen Wissenschaftlerkonferenz zu der Katastrophe von Tschernobyl in der Hauptstadt Kiew teilnehmen.

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Japan (438)
[26.04.2011, 16:09:31]
Dr. Joachim Malinowski 
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann ....
"...Im Land der Reaktorkatastrophe von 1986 solle Shinohara Informationen sammeln, die bei der Dekontaminierung verstrahlter Böden rund um die Atomruine von Fukushima helfen könnten...."

Bei uns sagt man dazu:
"Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann bilde ich einen Arbeitskreis". Eine Studienreise ist auch mal was Tolles.

Fragt sich nur, ob die in Tschernobyl eine Lösung für "ihr" Problem gefunden haben. Mir ist da noch nichts zu Ohren gekommen, ausser dass man Beton drauf schüttet, der dann auch kaputt geht. Ionisierende, hochenergetische Strahlen machen eben vor nichts halt. Und dann ist da wohl auch noch der ansteigende radioaktive Gasdruck...

Auf die Dauer geht auch Stahl kaput, wird mikroskopisch zerlöchert, ermüdet. Alles nur eine Frage der Zeit.

Wie wäre es denn mit dem "Buddeln eines tiefen Loches oder eines Kanals" ins Erdinnere, um das alles dort zu versenken, damit es dann von unserer Erde evtl. verarbeitet werden kann? Nicht möglich?

Sehe ich genauso. Also gibt es wohl keinen dauerhaften Schutz vor der austretenden Strahlung.

Dann hilft nur noch die Vermeidung von weiterer radioaktiver Verseuchung. Ist das denn so schwer zu begreifen?

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