Ärzte Zeitung online, 12.05.2011

Fukushima: Kühlwasser-Menge im Unglücksreaktor unerwartet gering

TOKIO (dpa). Schlechte Nachrichten aus der Atomruine Fukushima: Die Wassermenge zur Kühlung der Brennstäbe in Reaktor 1 ist nach Angaben des Betreibers Tepco erheblich geringer als gedacht.

Damit bestehe die Gefahr, dass die Brennstäbe zu einem beträchtlichen Teil geschmolzen sind. Tepco versicherte jedoch laut japanischen Medien, dass derzeit keine Überhitzung der Brennstäbe drohe, weil von außen ständig Wasser zugeführt werde.

Dennoch liege der Wasserstand mehr als fünf Meter unterhalb der Spitze der vier Meter langen Brennstäbe. Die Temperatur des Druckkessels sei mit 100 bis 120 Grad aber relativ niedrig.

Tepco hatte schon zuvor geschätzt, dass etwa 55 Prozent des Reaktorkerns im Reaktor Nummer 1 beschädigt sind.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Japan (438)
Panorama (30371)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »