Ärzte Zeitung online, 17.05.2011

Tepco: Kernschmelze trat kurz nach Tsunami ein

FUKUSHIMA (ths). Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima in Japan ist es nach Schätzungen des Betreibers Tepco schon früh zu einer Kernschmelze gekommen.

Tepco: Kernschmelze trat kurz nach Tsunami ein

Tepco hat die Vorgänge im Reaktor 1 in den Stunden nach den Umweltkatastrophen am 11. März rekonstruiert.

Nach den gewonnenen Erkenntnissen geht das Unternehmen nun davon aus, dass die Brennstäbe nur wenige Stunden nach dem Erdbeben und Tsunami geschmolzen seien.

Kühlwasser konnte Brennstäbe nicht mehr kühlen

Am 11. März um 14:46 Uhr japanischer Zeit erschütterte ein Erdbeben die Region. Ein Tsunami folgte um 15:30 Uhr. Danach sei die Temperatur im Reaktor in der Folge stark angestiegen und habe gegen 18 Uhr um die 3000 Grad Celsius erreicht.

Dies sei eingetreten, weil das Kühlwasser die Brennstäbe nicht mehr habe kühlen können, so Tepco.

Kernschmelze am 12. März um 6 Uhr

Nach Schätzungen des Atombetreibers waren gegen 19:30 Uhr die ersten beschädigten Brennstäbe an den Boden des Reaktors gesunken.

Die Kernschmelze habe dann am 12. März um 6 Uhr eingesetzt, glaubt Tepco.

Um 6:50 Uhr und somit 16 Stunden, nachdem der Tsunami das Atomkraftwerk traf, seien die Brennstäbe vollständig geschmolzen gewesen, führt Tepco weiter aus.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

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