Ärzte Zeitung online, 08.06.2011

Fukushima: Strahlung in zweitem Atomkraftwerk bedroht Meerwasser

TOKIO (dpa). In Japan droht radioaktiv verseuchtes Wasser nun auch aus einem zweiten Atomkraftwerk in den Pazifik zu fließen.

Fukushima: Strahlung in zweitem Atomkraftwerk bedroht Meerwasser

Der Betreiber Tepco überlegt nach Angaben der Atomaufsicht, die verstrahlte Flüssigkeit aus dem AKW Fukushima Zwei (Daini) ins Meer zu leiten.

Diese Atomanlage liegt rund zwölf Kilometer vom zerstörten Unglückskraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) entfernt.

Es handelt sich nach Schätzungen um eine Menge von rund 3000 Tonnen, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji-Press am Mittwoch berichtete.

Das AKW Fukushima Zwei war zwar nach der Naturkatastrophe am 11. März heruntergefahren worden, der Tsunami habe aber Seewasser in die Anlage gespült, das inzwischen kontaminiert sei.

Mehr als 100.000 Tonnen verseuchtes Wasser in Fukushima Eins

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima Eins schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100.000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser.

Der Konzern fürchtet angesichts der nahenden Regenzeit, dass die strahlende Brühe überlaufen könnte.

Neben Millionen Litern Wasser, die die Reparaturtrupps im AKW zur Kühlung in die Reaktoren pumpten, haben auch starke Regenfälle bei einem Taifun das verseuchte Wasser in der Atomruine weiter steigen lassen.

Das Atomkraftwerk Fukushima Zwei hat vier Siedewasserreaktoren, es nahm den Betrieb 1982 auf.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Japan (436)
Organisationen
Taifun (22)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »