Ärzte Zeitung online, 15.07.2011

Japan: Lieferstopp für Rinder aus Fukushima

TOKIO (dpa). Nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle von verstrahltem Rindfleisch überlegen die Japanischen Behörden nun einen Lieferstopp für Rinder aus der Region um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima.

Der Lieferstopp könnte nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Freitag die gesamte Provinz Fukushima betreffen.

Ein Bauernhof in Fukushima hatte seit April 42 mit verstrahltem Heu gefütterte Rinder an Schlachthöfe in ganz Japan geliefert. Das teilten die Behörden am Donnerstag mit. Es ist nicht bekannt, ob verstrahltes Fleisch an Konsumenten verkauft wurde.

Gesundheitsminister Ritsuo Hosokawa sagte am Freitag japanischer Zeit, die Regierung müsse ihre Inspektionen ausweiten, da verstrahltes Heu in Bauernhöfen mehr als 60 Kilometer vom Kraftwerk entdeckt wurde.

Japanische Medien berichteten erstmals Anfang der Woche, dass Fleisch von sechs verstrahlten Rindern im Mai und Juni von einem Fleischverarbeitungsbetrieb in Tokio ausgeliefert wurde. Auch diese Tiere kamen von einem Bauernhof in der Nähe des Katastrophenmeilers in Fukushima.

Topics
Schlagworte
Japan (436)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »