Ärzte Zeitung, 10.03.2015

In Japan

Merkel wirbt für Atomausstieg

TOKIO. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Tokio für die deutsche Energiewende mit dem Atomausstieg geworben. "Es können die unwahrscheinlichsten Risiken auftreten", so Merkel am Montag in Tokio mit Blick auf die Natur- und Atomkatastrophe in Fukushima vom 11. März 2011.

"Deshalb habe ich zusammen mit anderen (...) diese Entscheidung getroffen, dass das letzte Kernkraftwerk im Jahr 2022 vom Netz geht, also die friedliche Nutzung der Kernenergie ausläuft", sagte Merkel bei einer Diskussion mit Professoren und Studenten.

Merkel bekannte: "Für mich war Fukushima ein einschneidendes Ereignis, weil es in einem Land passiert ist, das eine sehr hohe technische Qualität hat."

Sie habe die schrecklichen Bilder und das Leid der Menschen vor Augen. Als ein wesentliches Ziel der Energiepolitik nannte sie die Steigerung der Energieeffizienz etwa durch Wärmedämmung.

Merkel sagte: "Wir können vieles voneinander lernen." Sie selbst habe lange an der Atomkraft festgehalten. In den Augen vieler Politiker zu lange.

Die japanische Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe will gegen den Widerstand der Mehrheit der Bevölkerung in Kürze die ersten Atommeiler im Lande wieder hochfahren.

Japan hatte in Folge der Havarie alle Meiler zu Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltet. Inzwischen haben vier der 48 Reaktoren grünes Licht zum Wiederanfahren. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »