Ärzte Zeitung online, 12.08.2008

Seglerinnen trennen sich von ihrem Sportpsychologen

QINGDAO (dpa). Mit einem Last-Minute-Rettungsmanöver will Yngling-Steuerfrau Ulrike Schümann das Ruder bei ihrer Olympiapremiere nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle doch noch herumreißen: Die Mannschaft trennte sich am Dienstag in Qingdao nach mehrstündigen Beratungen "einvernehmlich und professionell" von ihrem begleitenden Sportpsychologen Kurt Banse.

Als Sofortmaßnahme gegen den zuletzt zu hohen Druck und die offenbar nicht abbaubare Nervosität innerhalb des Teams will sich das Trio im olympischen Schlussport nur noch auf die eigenen Kämpferqualitäten setzen. Es habe offensichtlich einfach nicht mehr gepasst. Deswegen machten die Seglerinnen jetzt ihr eigenes Ding, verließen sich wieder auf sicht selbst und schauten, was nach vorne noch drin sei.

Vier Wettfahrten vor dem entscheidenden Medaillenrennen am 16. August liegt die Crew zwar nur auf dem elften Platz der Zwischenwertung, doch der ist mehr wert als er scheint: Nur vier Punkte trennen die Berlinerinnen vom Bronzeplatz. "Das ist nichts und für uns eine super Motivation, noch einmal richtig anzugreifen."

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Olympia 2008 (37)

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