Ärzte Zeitung online, 18.08.2008

Volleyballer nach Doping-Verdacht jetzt doch bei Olympia

PEKING (dpa). Der unter Doping-Verdacht geratene bulgarische Volleyball-Kapitän Plamen Konstantinow ist im letzten Vorrundenspiel ins Olympia-Team zurückgekehrt. Sein Heimat-Verband hatte ihn wegen angeblich verdächtig hoher Testosteron-Werte kurz vor den Spielen in Peking aus der Mannschaft genommen und zur Heimreise gezwungen.

Vor der fünften und entscheidenden Partie gegen Venezuela um den Viertelfinal-Einzug aber vollzog der Verband eine Kehrtwende und gab dem 35-Jährigen grünes Licht für einen Einsatz. Es habe einen "bösen Fehler" beim Doping-Test gegeben, hieß es aus dem bulgarischen Lager.

Mit seinem Spielführer, der erst am Sonntag wieder in Peking eingetroffen war, gewann der WM-Dritte sein Gruppen-Finale mit 3:1-Sätzen und buchte damit das Ticket für die Runde der besten Acht. Konstantinow und seine Teamkollegen wollten den Fall nach dem Spiel nicht kommentieren. Noch in der Vorwoche hatte Verbandschef Dantscho Lasarow erklärt, ein Test des Kapitäns habe Substanzen nachgewiesen, die "im oberen Bereich der erlaubten Werte liegen".

Konstantinow hatte Doping vehement bestritten. Der Präsident der nationalen Anti-Doping-Agentur, Kamen Plotschew, hatte die Verbands-Reaktion als panisch und überhastet kritisiert.

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