Ärzte Zeitung online, 20.02.2010

Deutsche Skeleton-Medaillen - Norweger feiern Doppel-Gold

Deutsche Skeleton-Medaillen - Norweger feiern Doppel-Gold

VANCOUVER (dpa). Kerstin Szymkowiak und Anja Huber haben bei den Winterspielen in Vancouver die ersten Olympia-Medaillen im Skeleton für die deutsche Mannschaft gewonnen. Das Duo musste sich am Freitag (Ortszeit) im Eiskanal von Whistler nur der überragenden Britin Amy Williams geschlagen geben und feierte den Gewinn von Silber und Bronze.

Noch mehr Grund zum Jubeln hatten am siebten Wettkampftag die Norweger, die durch Aksel Lund Svindal und Marit Björgen zwei Olympiasieger stellten. Nach 38 Entscheidungen verdrängten die Skandinavier mit fünf Mal Gold, drei Mal Silber und zwei Mal Bronze die deutsche Mannschaft (4/5/4) von Platz zwei der Länderwertung. Souveräner Spitzenreiter ist weiterhin das US-Team (6/6/8).

Nach vier gleichmäßig guten Fahrten durch die Eisrinne mussten Szymkowiak und Huber nur der überragenden Williams den Vortritt lassen. Einen weiteren Protest gegen den Helm der Britin wies der Weltverband FIBT am Abend zurück. Bei den Männern gewann der Kanadier Jon Montgomery Gold. Als Super-G-Sieger trat Svindal in die Fußstapfen von Kjetil-Andre Aamodt, der den Alpin-Wettbewerb 2002 und 2006 gewonnen hatte. Silber und Bronze gingen an die US-Amerikaner Bode Miller und Andrew Weibrecht. In der Doppelverfolgung der Langläuferinnen über 15 Kilometer gelang Marit Björgen ihr zweiter Gold-Coup der Spiele. Evi Sachenbacher-Stehle verpasste als Elfte knapp die angestrebte Top-Ten-Platzierung.

Das deutsche Eishockey-Team bleibt bei Olympia ein Punktelieferant. Dem 0:2 gegen Turin-Olympiasieger Schweden folgte für die Cracks von Bundestrainer Uwe Krupp ein 0:5 gegen Finnland. Die Führung in der Eistanz-Konkurrenz übernahmen die Russen Oksana Domnina/Maxim Schabalin. Christina und William Beier sind vorerst 16. Die deutschen Curler kehrten mit dem 7:6 gegen die Schweiz auf Erfolgskurs zurück. Für die deutschen Frauen gab es im vierten Turnier-Spiel mit dem 4:7 gegen Großbritannien die zweite Niederlage.

Die deutschen Skispringer bewältigten die Qualifikation auf der Großschanze problemlos. Andreas Wank wurde Dritter, Michael Neumayer Zwölfter, Martin Schmitt kam auf Platz 25. Der dreimalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz, dessen viel kritisierte Skibindung am Freitag von der FIS als regelkonform eingestuft wurde, glänzte bei verkürztem Anlauf mit einem Sprung auf 140 Meter.

Die Unfallserie beim Zweierbob-Training setzte sich fort. Nach Beat Hefti wird auch dessen Schweizer Landsmann Daniel Schmid nach einem schweren Sturz nicht am Olympia-Rennen teilnehmen. Mitfavorit Hefti hatte sich bei seinem Trainingssturz am Mittwoch eine Gehirnerschütterung zugezogen. Damit fehlt bei den Rennen ein Hauptkonkurrent von André Lange im Kampf um Gold. Der dreifache Olympiasieger legte im letzten Lauf Bestzeit vor.

Ohne den erkälteten Axel Teichmann findet an diesem Samstag die Olympia-Entscheidung der Langläufer in der Doppelverfolgung statt. Für den Routinier wird Tom Reichelt das Rennen bestreiten. Gut präsentierte sich beim Sprung-Training der Kombinierer Eric Frenzel, der auf der Großschanze die Plätze zwei und vier belegte.

Weitere Berichte zu den olympischen Winterspielen in Kanada und den aktuellen Medaillenspiegel finden Sie auf unserer Sonderseite Olympia 2010

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