Montag, 20. Mai 2013
Ärzte Zeitung, 24.11.2011

Tschernobyl-Opfer nach Hungerstreik in Klinik

KIEW (dpa). Wegen eines Hungerstreiks gegen die Kürzung ihrer Sozialleistungen sind in der Ukraine etwa 30 Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl in Krankenhäuser gebracht worden.

Insgesamt hätten über 80 Demonstranten um medizinische Hilfe gebeten, berichteten Medien am Donnerstag aus der Industriestadt Donezk im Osten der Ex-Sowjetrepublik.

"Vielen Streikenden geht es schlecht", sagte einer der Organisatoren des Protests. Dutzende setzten die regierungskritische Aktion fort.

Die sogenannten Liquidatoren, die nach dem Super-GAU 1986 die verstrahlten Trümmer des zerstörten Atomkraftwerks beseitigt hatten, demonstrieren seit Tagen mit einer Zeltstadt vor der Rentenbehörde für Verhandlungen mit der Regierung.

Aufgrund der schlechten Finanzlage hatte die Führung unter anderem Extraleistungen für die Liquidatoren und Renten deutlich gekürzt. Auch in der Hauptstadt Kiew und in anderen Gegenden kam es deswegen zu Demonstrationen.

Nach einem Gerichtsbeschluss muss der Rentenfonds den Tschernobyl-Opfern 750 Millionen US-Dollar zahlen. Dies gefährde jedoch die Auszahlung der Renten, argumentiert die Regierung.

| Share
Topics
Schlagworte
Tschernobyl (47)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Transplantation: BÄK-Richtlinien sollen unter die Lupe

Das Transplantationsgesetz im Umbruch: Innerhalb von einem Jahr könnte es zum vierten Mal geändert werden - jetzt wegen der BÄK-Richtlinien. Auch eine neue Strafvorschrift ist möglich. mehr »

Einbußen errechnet: So teuer kommt Ärzte die Bürgerversicherung

Kommt der einheitliche Krankenversicherungs­markt nach der Bundestagswahl, geht es Ärzten an den Geldsäckel. Wie stark, hat jetzt der PVS-Verband errechnet. Für bestimmte Fachgruppen sind Einbußen von bis zu 40 Prozent des Praxishonorars zu erwarten. mehr »

Vorsicht bei Mett: Geflügel nicht mehr größtes Salmonellenrisiko

Wer Eier oder Hähnchen isst, ist besonders gefährdet für Salmonellen, hieß es noch vor Jahren. Mittlerweile sind andere Lebensmittel riskant. mehr »