Ärzte Zeitung, 21.11.2007

Skiparadies von Oktober bis Juni

Weiß glitzernde Hänge so weit das Auge reicht, umgeben von einem imposanten Bergpanorama. Da schlägt jedem Skifahrer das Herz schneller - nicht nur wegen der dünneren Luft auf dem bis über 3000 m hoch gelegenen Stubaier Gletscher.

Im Oktober wurde die neue Gletscher-Talstation - ein imposanter Rundbau aus Glas und Stahl - offiziell eröffnet.

Foto: run

Der Stubaier Gletscher, Österreichs größtes Gletscherskigebiet, garantiert Schneesicherheit von Oktober bis Juni. Mit 25 Seilbahn- und Liftanlagen sowie 110 Abfahrtskilometern bietet der Gletscher Anfängern wie Profis, Skifahrern wie Snowboardern ein abwechslungsreiches Terrain.

Schon seit Anfang November sind 16 Anlagen offen, die Pisten mit bestem Neuschnee präpariert. Highlights sind der Funpark mit Kinderparcours, die Weltcup-Trainingsstrecke und ein Eiskletterturm. Das Skigebiet präsentiert sich zudem als besonders familienfreundlich: Kinder ab vier Jahren können sich im Ski Club Mickey Maus vergnügen und werden dort von gut ausgebildeten Kinderskilehrern betreut. Unter zehn Jahren fahren sie in Begleitung eines Elternteils kostenlos auf allen Skianlagen.

Auch für das leibliche Wohl ist auf dem Gletscher bestens gesorgt - etwa in Österreichs höchstgelegenem Restaurant "Jochdohle" oder in der "Goldenen Gams" oder zünftiger in der Dresdner Hütte. Zum Skiwinter 2007/08 wurde zudem die neue Hightech-Talstation eröffnet - ein beeindruckender Rundbau aus Glas und Stahl, der durch seine Galerie-artige Bauweise als lawinensicher gilt. Der Bau ist nicht nur äußerlich interessant.

Jetzt gehört dort auch das Treppensteigen mit Skischuhen der Vergangenheit an. Die breiten, barrierefreien Aufstiegsrampen, acht überdachte Kassenstationen und eine moderne Skidata Free-Motion-Technik gestalten den Weg hinauf in Schneeparadies möglichst reibungslos. 10 000 Gäste sollen zu Stoßzeiten innerhalb von drei Stunden die Station passieren können, so die ehrgeizige Planung.

Auch auf dem Rückweg ist an die Bequemlichkeit der Skigäste gedacht worden. Nach einem langen Tag im Schnee kann nun die Skiausrüstung in einem riesigen Self-Service-Skidepot unkompliziert abgeben werden. Bis zu 1500 Paar Ski und 1200 Paar Skischuhe sowie sonstige Ausrüstung finden dort in Schränken mit integrierter Trocknerfunktion Platz.

So von schwerem Gepäck erleichtert macht das Après Ski dann noch mehr Spaß. Wer dazu gerne in eine urige Hütte geht, dem sind auf dem Weg zurück ins Tal zwei "Raststellen" direkt neben der Straße zu empfehlen. Rustikal und gemütlich geht es sowohl auf der Tschangelair-Alm als auch der Grawa-Alm zu, die direkt am schönen Wasserfall liegt. Selbst wenn es mal eng wird auf den Holzbänken an den rustikalen Tischen, werden dort Neuhinzukommende mit dem lockeren österreichischen Spruch "Passt scho" schnell aufgenommen.

Ruth Ney

Reisetipps

Das Stubaital in Tirol nahe der Landeshauptstadt Innsbruck (ca. 20 Autominuten entfernt) ist 35 Kilometer lang und umgeben von 80 Gletschern und 103 Dreitausendern. Das Stubaital ist von der Inntalautobahn (A 12) Richtung Innsbruck und dann über die Brennerautobahn (A 13) gut mit dem Auto zu erreichen (Ausfahrt Stubaital/Schönberg). Mautfrei kann man entlang der alten Brennerstraße bis Schönberg fahren. Ebenso ist eine Anreise von einer Reihe deutscher Flughäfen zum Alpenairport Innsbruck möglich oder per Bahn (Innsbruck ist EC- und IC-Halt). Mit dem ÖPNV ist stündlich ein direkter Bustransfer ins Tal möglich.

Bestens präparierte Pisten gibt es außer auf dem Stubaier Gletscher am Talende auch im Schizentrum Schlick 2000 in Fulpmes, im Familienskigebiet Serlesbahnen bei Mieders oder bei der Elfer Bergbahn in Neustift.

Informationen: www.stubaier-gletscher.com, Tourismusverband Stubai Tirol, Tel.: +43 (0) 5 01 - 88 10, Email: info@stubai.at

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