Ärzte Zeitung online, 19.06.2009

Kidnapper im Jemen angeblich identifiziert

SANAA(dpa). Die Sicherheitskräfte im Jemen haben bei ihren Ermittlungen zum Schicksal der deutschen Geiseln angeblich zwei mutmaßliche Entführer identifiziert. Das berichtet die regierungsnahe Zeitung "Al-Thawra" unter Berufung auf Angehörige der Sicherheitskräfte in der Provinz Saada.

Nach den beiden Hauptverdächtigen, die namentlich bekannt seien, werde nun gesucht, hieß es. Die Behörden wüssten auch, in welcher Region sich die beiden Männer derzeit aufhielten. Das Gebiet werde von Murschid Dschawar, einem Mitglied der schiitischen Houthi-Rebellenbewegung, kontrolliert. Ein Sprecher der Rebellengruppe erklärte jedoch auf Anfrage, der Name sei ihm nicht bekannt.

Von der fünfköpfigen Familie aus Sachsen und dem ebenfalls verschleppten britischen Ingenieur fehlt bislang jede Spur. Sie sind seit dem Überfall der Entführer vom Freitag vergangener Woche verschollen. Drei Frauen, darunter zwei deutsche Pflegehelferinnen, hatten die Geiselnehmer direkt erschossen.

Topics
Schlagworte
Reise (2163)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »