Ärzte Zeitung online, 08.10.2009

Drastisch mehr Badetote auf Mallorca

PALMA DE MALLORCA (dpa). Die Zahl der Badetoten auf Mallorca hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. In der abgelaufenen Sommersaison starben an den Stränden der spanischen Ferieninsel nach einer vorläufigen Bilanz der balearischen Regierung 25 Menschen. Darunter waren nach Meldungen der vergangenen Wochen auch neun Deutsche. Im Jahr zuvor waren insgesamt zehn Tote gezählt worden, wie Medien am Mittwoch berichteten.

Die meisten Badetoten auf Mallorca sind Senioren. In vielen Fällen sei Fahrlässigkeit im Spiel. Die Opfer seien trotz gesundheitlicher Probleme ins Wasser gegangen oder hätten Anweisungen der Rettungsschwimmer nicht befolgt. Mehrere der Opfer erlitten im Meer einen Herzinfarkt.

Die meisten Badetoten gab es in Cala Millor. Dies liege jedoch nicht an mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, sondern daran, dass dieser Strand im Osten Mallorcas bei älteren Menschen besonders beliebt ist, hieß es von der Regierung.

Die Initiative "blausand.de", die sich für mehr Sicherheit an Europas Stränden einsetzt, hatte dagegen kürzlich kritisiert, auf Mallorca gebe viel zu wenige Rettungsschwimmer.

Topics
Schlagworte
Reise (2101)
Krankheiten
Herzinfarkt (2744)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »