Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

Anwalt des "Segelmädchens": Richter befangen

AMSTERDAM (dpa). Der Anwalt der holländischen Solo-Seglerin Laura Dekker hat mit einem Befangenheitsantrag die Entscheidung über eine Einweisung der 14-Jährigen in ein Heim verzögert.

Es könne nicht angehen, dass darüber dieselben drei Richter befinden, die Ende Oktober Lauras geplanten Rekord-Versuch einer Allein-Umseglung der Welt als jüngster Mensch unterbunden hätten, erklärte Rechtsanwalt Peter de Lange am Dienstag.

Der Antrag wurde von einer Beschwerdekammer des Familiengerichtes in Utrecht zur Behandlung angenommen. Sie unterbrach jedoch am Abend ihre Beratungen. Dadurch war unklar, ob die Richter noch am Dienstag über das Ansinnen des Jugendamtes entscheiden, Laura von ihrem Vater wegzuholen und in ein Heim zu stecken. Zuvor hatte ein Gerichtssprecher erklärt, auch die Wünsche des Mädchens sollten gehört werden. Die Entscheidung werde auf alle Fälle noch vor Weihnachten getroffen.

Das inzwischen weltbekannte "Segelmädchen" war am Dienstagmorgen nach einem missglückten Ausreiß-Versuch von der niederländischen Karibikinsel Sint Maarten zurückgekehrt. Auf dem Amsterdamer Airport Schiphol wurde Laura von der Polizei in Gewahrsam genommen und verhört. Sie hatte am Donnerstag die Wohnung des Vaters unweit von Utrecht verlassen und war später von ihrem Stiefvater als vermisst gemeldet worden.

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