Ärzte Zeitung online, 04.01.2010

Ab sofort schärfere Kontrollen bei USA-Flügen

WASHINGTON (dpa). USA-Reisende müssen ab heute schärfere Kontrollen an den Flughäfen über sich ergehen lassen. Wie die amerikanische Flugsicherheitsbehörde (TSA) am Sonntag (Ortszeit) bekanntgab, gibt es für alle Passagiere beim Einchecken stichprobenartige Kontrollen ihres Handgepäcks oder verschärfte Passkontrollen.

Reisende aus 14 terrorverdächtigen Ländern würden ausnahmslos in diesem Maße kontrolliert sowie vom Sicherheitspersonal abgetastet, heißt es in einer Erklärung der TSA. "Die neuen Richtlinien beinhalten langfristige Sicherheitsmaßnahmen, die in Zusammenarbeit mit unseren Justizbehörden sowie nationalen wie internationalen Partnern ausgearbeitet wurden", so die Erklärung. Sie seien fortan das normale Maß für alle Flugreisen in die USA.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama habe am Sonntag alle Fluglinien über die Neuerungen informiert. Die Sicherheitsvorschriften infolge des vereitelten Anschlags auf eine US-Passagiermaschine beim Landeanflug auf Detroit am 1. Weihnachtsfeiertag sollten ab Sonntagmitternacht (Ortszeit) in Kraft treten.

"Es handelt sich um Maßnahmen, die die Flugsicherheit bedeutend erhöhen", sagte ein TSA-Sprecher der Internet-Zeitung "politico.com". "Die TSA wird die Maßnahmen regelmäßig überprüfen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten." Sie betreffen vor allem Reisende aus Ländern, die auf einer schwarzen Liste des US-Außenministeriums stehen, weil sie verdächtigt werden, Terroristen zu beherbergen. Dazu zählen unter anderem Nigeria, Jemen oder Pakistan, aber auch Kuba, Iran, Sudan, Syrien, Afghanistan, Libyen und Somalia.

Die komplette Liste ist bislang nicht veröffentlicht worden. Für die Untersuchung des Handgepäcks würden neueste Technologien zur Ermittlung von Sprengstoffen angewendet, so die TSA.

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