Ärzte Zeitung online, 04.03.2010

Römischer Flughafen testet Körperscanner

ROM (dpa). Auf dem römischen Flughafen "Leonardo da Vinci" werden seit Donnerstag die ersten Passagiere mit Körperscannern kontrolliert. Wie italienische Medien berichteten, wurden die ersten Geräte am Donnerstagmorgen eingesetzt.

Die Testphase solle vier bis sechs Wochen dauern, hieß es. Die Passagiere hätten jedoch die Wahl zwischen dem Körperscanner und dem klassischen Abtasten, wie der italienische Transportminister, Altero Matteoli, dem privaten TV-Sender Sky News 24 erklärte.

Im Kampf gegen den Terror sollen die Körperscanner für mehr Sicherheit sorgen. Vor allem wegen möglicher Gesundheitsrisiken und einer Verletzung der Privatsphäre sind die Detektoren jedoch europaweit bisher umstritten.

Die elektromagnetischen Wellen seien wesentlich geringer als die anderer gängiger elektronischer Geräte, gesundheitliche Risiken seien daher nicht zu befürchten, betonte Gesundheitsminister Ferruccio Fazio am Donnerstag. In punkto Privatsphäre hieß es, das auf einem Monitor entstehende Bild von der Figur des Passagiers solle zwar in der Kleidung oder am Körper verstecktes Pulver und Flüssigkeiten sichtbar machen, aber Intimdetails und Gesicht auslassen. Zudem verwies die Luftfahrtbehörde darauf, dass die Bilder von Experten analysiert und nicht gespeichert würden.

Die Körperscanner können derzeit in Italien noch nicht regulär eingesetzt werden, weil dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Die Regierung hatte sich jedoch nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit im Dezember 2009 positiv für eine Einführung der Scanner ausgesprochen. Die jetzt eingesetzten Geräte kosten rund 150 000 Euro. Nach Rom sollen sie auch auf den Flughäfen von Mailand Malpensa und Venedig getestet werden.

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