Ärzte Zeitung online, 18.04.2010

Flugverbot in Deutschland weitgehend bis Montag früh verlängert

LANGEN (dpa). Die Deutsche Flugsicherung hat das Flugverbot an den deutschen Flughäfen weitgehend bis 2.00 Uhr am Montagmorgen verlängert. Ausnahmen gelten für Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld, die voraussichtlich bis Sonntagabend 22.00 Uhr betrieben werden können, wie Sprecherin Kristina Kelek mitteilte.

Die bislang bis 20.00 Uhr geöffneten Flughäfen werden dann ebenfalls zunächst bis 2.00 Uhr geschlossen.

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat wegen der Wolke aus Vulkanasche alle Flüge in Deutschland und 13 anderen Staaten bis Mittwoch um 13 Uhr abgesagt. Betroffen seien auch die Flüge in Großbritannien, Irland, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Belgien, Holland, Frankreich, Deutschland, Polen und in den baltischen Staaten. Die Streichung bis Mittwochmittag solle Passagieren Zeit zum Umbuchen oder Stornieren geben, teilte die Airline am Sonntag in Dublin mit.

Ryanair-Flüge von Spanien, den Kanaren und Balearen sowie Süditalien (Pisa, Rom, Sardinien und Sizilien), Malta und Nord-Afrika würden nur auf inländischen und südlichen Flugrouten planmäßig fortgesetzt.

Frankreich hat die Schließung der nordfranzösischen Flughäfen einschließlich Paris um einen Tag bis mindestens Dienstagmorgen verlängert. Man werde versuchen, möglichst viel Verkehr über die südfranzösischen Flughäfen abzuwickeln, teilte Premierminister François Fillon am Sonntag nach einer Sondersitzung des Kabinetts mit. Testflüge sollten klären, ob es möglich sei, dafür Flugzeuge ohne Passagiere von Paris nach Süden zu verlegen.

Die Flughäfen von Marseille, Bordeaux und weiter südlich wurden am Sonntagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Über sie soll möglichst viel Fernverkehr abgewickelt werden. Air France plante für Montag sieben Interkontinentalflüge. Die Bahn SNCF will mehr Züge zwischen Südfrankreich nach Paris einsetzen.

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