Ärzte Zeitung online, 08.12.2010

700 Piloten bei Tuifly und Germania streiken

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Vereinigung Cockpit (VC) hat knapp 700 Piloten der Fluggesellschaften Tuifly und Germania am Mittwochmorgen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Bei Tuifly sollte der Warnstreik von 5 Uhr bis 8 Uhr dauern, teilte die Pilotengewerkschaft in Frankfurt mit. Bei Germania sollen die etwa 150 Piloten 13 Stunden lang bis 18 Uhr streiken.

Bei Tuifly seien Flüge ab den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sowie ab Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe-Baden, Köln, Leipzig, Memmingen, München, Münster-Osnabrück, Nürnberg, Paderborn, Stuttgart und Zweibrücken betroffen. "11 Maschinen von Tuifly werden nicht starten", sagte eine Sprecherin von Tuifly der Nachrichtenagentur dpa.

Durch den dreizehnstündigen Streik bei Germania sind Flüge an den Flughäfen Berlin-Tegel, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München betroffen. Die Fluggesellschaft Germania führt sowohl eigene als auch Flüge im Auftrag von Air Berlin durch.

Hintergrund für Warnstreiks bei Tuifly ist der Konflikt über einen Manteltarifvertrag zu Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Am 30. November waren die Verhandlungen ergebnislos zu Ende gegangen. "Das bisher vorgelegte Angebot ist unzureichend", sagte die Vorsitzende für Tarifpolitik bei VC, Ilona Ritter. "Daher sehen wir keine andere Möglichkeit, als unserer Forderung mit einem Warnstreik Nachdruck zu verleihen."

Bei Germania geht es um die Gründung eines Piloten-Betriebsrates. Die Geschäftsführung von Germania habe sich mehrmals geweigert, in Verhandlungen zu treten. Das "hat nun zu Arbeitskampf geführt", erklärte Ritter.

Topics
Schlagworte
Reise (2163)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »