Ärzte Zeitung, 23.03.2004

KOMMENTAR

Lehrstück mit tödlichem Ausgang

Von Ursula Gräfen

Hier ist wirklich alles schief gegangen: Eine Frau aus München fährt zwei Wochen nach Kenia, macht aber keine Malariaprophylaxe, obwohl die ihr empfohlen war.

Wieder zurück, wird sie krank und geht zum Hausarzt. Der denkt nicht an Malaria - er ist offenbar nicht über die Kenia-Reise informiert worden - und verschreibt Schmerztabletten. Der Frau geht es schlechter, sie stirbt.

Ein Fall, wie er nicht passieren müßte. Aber ein Lehrstück, aus dem man viel lernen kann. Vor allem, daß Ärzte nicht ruhen dürfen, über die Notwendigkeit der Malaria-Prophylaxe bei Reisen in Risikogebiete aufzuklären.

Denn Reisende, vor allem Last-Minute-Touristen, sind eben doch oft leichtsinnig. Aber aus dem Münchner Fall lernen Ärzte auch, daß man sicherheitshalber bei der Anamnese mal nach Tropenreisen fragt - lieber ein paar Mal zu viel gefragt, als einmal zu wenig.

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