Ärzte Zeitung, 17.12.2011

Immer weniger Deutschunterricht im Ausland

NEU-ISENBURG (eb). In den meisten Ländern der Europäischen Union sank zwischen 2005 und 2010 der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Fremdsprache lernen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, verringerte sich allein in den Niederlanden der Anteil der Deutsch-Schüler in diesem Zeitraum von 86 auf 44 Prozent.

Unter den Schülern in Dänemark sank die Quote von 50 auf 35 Prozent, in Finnland von 38 auf 26. Eine große Ausnahme bildet Luxemburg: Dort stand im Jahr 2010 Deutsch für alle Schüler auf dem Stundenplan.

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[23.12.2011, 15:34:03]
Dr. Horst Grünwoldt 
Goethes Sprache
Dies ist natürlich ein zivilisatorischer Trauerfall, wenn sogar innerhalb der EU das Interesse an der deutschen Sprache, die von dem bei weiten kopfstärksten Mitgliedsvolk artikuliert wird, nur noch so gering ist.
Liegt das nicht auch an einem kultur-politischen Versagen unserer Regierenden?
Jedenfalls ist dies nicht dem deutschsprechenden Volk anzulasten!
Vielmehr sind in erheblichen Maße daran sowohl denglisch-sprechende/schreibende Wissenschaftler, wie auch unsere sog. Volksvertreter in internationalen Organisationen (UNO, EU-Parlament etc.) schuld.
Offensichtlich sind diese Herren und Damen nicht mehr in der Lage, das subtile und ausdrucksstarke Deutsch unserer Vorfahren (vom Goethe und Schiller des 18. Jahrhunderts bis zu den Nobelpreisträgern des frühen 20. Jahrhunderts) unseren Nachbarn schmackhaft zu machen.
Stattdessen bewegen die meisten davon sich auf einem ganz und gar platten Englisch-Niveau mit wenig Aussagekraft!
(Da würde sich sogar der sprachgewaltige Shakespeare im Grabe umdrehen)
Einzige Hoffnung bleibt, daß entgegen des o.g. Trends, die Goethe-Institute in der Welt einen großen Zulauf, -auch beim Erlernen der notwendigen deutschen Sprache-, verzeichnen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock zum Beitrag »

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