Freitag, 31. Oktober 2014
Ärzte Zeitung, 23.01.2013

Studie

Kinder sind interessiert an Gesundheit

Das Gesundheitsbewusstsein von Sieben- bis Neunjährigen ist bereits stark ausgeprägt.

BERLIN. Spaß an Bewegung statt Zocken am Computer, Obst und Gemüse statt Süßigkeiten, Entspannen im Freien statt vor dem Fernseher: "In diesem jungen Alter ist alles vorhanden, was zur Ausbildung eines gesunden Lebensstils erforderlich ist: Bewusstsein, Motivation und Wissensdurst. Nun sind wir Erwachsene gefordert, diese Impulse zu verstärken, zu erhalten und weiterzuentwickeln", erklärte Professor Dietrich Grönemeyer bei der Vorstellung der Elefanten-Kindergesundheitsstudie, für die 5000 Kinder zwischen sieben und neun Jahren befragt wurden.

Der überraschend hohe Stellenwert der Gesundheit speist sich aus ganz verschiedenen Quellen: Das Gesundheitsbewusstsein der Sieben- bis Neunjährigen wird nach den Ergebnissen der Studie vor allem durch verlässliche Informationen aus der Schule, von Ärzten und aus dem Internet geprägt.

Freunde, Fernsehen und Werbung üben dagegen einen negativen Einfluss aus: Je mehr Kinder ihr Wissen über Gesundheit aus diesen Quellen beziehen, desto niedriger ist ihr Gesundheitsbewusstsein und desto ungesünder ihr Verhalten.

"Leider beziehen viel zu viele Kinder ihr vermeintliches Wissen über Gesundheit aus der Werbung", sagte Grönemeyer. "Hier muss schon in der Grundschule gegengesteuert werden."

Die Schulen spielen allerdings auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil bislang eher eine untergeordnete Rolle: Als Vermittler von Wissen stehen sie auf dem dritten Rang nach der Mutter und nach Ärzten, von denen das Gesundheitsverhalten stark beeinflusst wird. (ras)

|
Topics
Schlagworte
Schule (557)
Personen
Dietrich Grönemeyer (34)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Kampf gegen Ebola: Impfstoffe sollen in einem halben Jahr verfügbar sein

Was sonst Jahre dauert, soll angesichts der Ebola-Epidemie nun in wenigen Monaten passieren: Die Tests zweier Impfstoffe gehen in die heiße Phase. mehr »

Neue IT-Schnittstelle: Schneller Datenaustausch bleibt Illusion

In Kürze soll es eine einheitliche IT-Schnittstelle für den Transfer von Praxisdaten von einer Arztsoftware zur anderen geben. Den großen Wunsch nach mehr Interoperabilität wird die neue Schnittstelle aber wohl nicht erfüllen. mehr »

50 Jahre Rettungswagen: Das "Rendezvous-System" erobert die Welt

Ein Oberarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hatte vor 50 Jahren eine Idee, die die Notfallmedizin revolutionierte. Heute stehen die Notärzte der Region wieder am Scheideweg. mehr »