Ärzte Zeitung, 23.01.2013

Internetsucht

Jeder zehnte Jugendliche ist gefährdet

BERLIN. Fast jeder zehnte Jugendliche in Deutschland nutzt das Internet zu intensiv und in problematischer Weise. Ein Prozent der jungen Deutschen ist sogar internetsüchtig.

Das geht aus einer EU-Studie zum Internetverhalten von 14- bis 17-Jährigen in sieben Staaten hervor, die die Universität Mainz und die Landesmedienzentrale Rheinland-Pfalz in Berlin vorstellten.

Als internetsüchtig stufen die Forscher Jugendliche ein, die einen ständigen Drang zum Surfen verspüren, immer mehr Zeit im Netz verbringen und darüber andere Hobbys und Kontakte vernachlässigen.

Demnach stehen Jugendliche in Deutschland und Island im Vergleich noch gut da, während die Altersgenossen in Spanien, Rumänien und Polen besonders stark betroffen sind, so die Forscher.

Für die repräsentative Studie wurden mehr als 13.000 Schüler befragt, darunter auch in den Niederlanden und Griechenland. Insgesamt sind in den untersuchten Ländern 1,2 Prozent der Jugendlichen internetsüchtig, knapp 13 Prozent gefährdet. (dpa)

|
Topics
Schlagworte
Schule (622)
Organisationen
Uni Mainz (314)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Wenn der eigene Bruder behindert ist

Wie ist es für ein Kind, ein Geschwister mit Down-Syndrom zu haben? Ein Einblick in den Alltag von Katharina (13): Sie sieht die Trisomie 21 ihres Bruders als Belastung - und als Vorteil. mehr »

Londoner fühlen sich verunsichert und gespalten

Großbritannien tritt aus der EU aus und in der Hauptstadt herrscht Katerstimmung. Das Referendum zeigt auch psychische Folgen. Einblick in die Seele Londons. mehr »

Neue EBM-Leistungen für Betreuung in Pflegeheimen

KBV und Kassen haben neue Leistungen beschlossen, die die medizinische Versorgung in Pflegeheimen verbessern sollen. Dafür wird zum 1. Juli ein neues Kapitel im EBM geschaffen. mehr »