Ärzte Zeitung, 06.02.2004

Marathon schadet Knie und Hüfte offensichtlich nicht

MÜNCHEN (gwa). Knie- und Hüftgelenke bei trainierten Marathonläufern sind offensichtlich gut an Laufbelastungen adaptiert.

Mit Magnetresonanz-Tomographie (MRT) sind in einer Studie jedenfalls keine Gelenkreaktionen wie Ödeme nach einem Marathonlauf festgestellt worden. An der Studie nahmen acht Hobby- und semiprofessionellen Läufern teil, die seit fünf Jahren etwa 5000 Kilometer jährlich liefen.

Dr. Erik Hohmann von der TU München und seine Kollegen untersuchten unter anderem die Hüft- und Kniegelenke der Läufer 48 Stunden vor und 24 bis 48 Stunden nach einem Marathonlauf mit MRT ("American Journal of Sports Medicine" 32, 2004, 55).

Bei keinem Läufer gab es Gelenkreaktionen auf die Laufbelastung. Die Kollegen vermuten, daß Marathonläufer auch durch den Laufstil Belastungen von etwa 2800 Tonnen, die beim Marathonlauf auf die Gelenke wirken, ausgleichen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »