Ärzte Zeitung, 09.12.2005

IOC fühlt sich im Kampf gegen Gendoping gerüstet

NEU-ISENBURG (Smi). Auf dem 2. Symposium zum Gendoping hat eine Expertenkommission in Stockholm eine sieben Punkte umfassende Erklärung verabschiedet, die den möglichen Segen der Gentherapie herausstellt und gleichzeitig auf die Gefahren verweist, die den Athleten sowie dem organisierten Sport durch Gendoping drohen.

Zwar glaubten die meisten Experten nicht daran, daß Gendoping derzeit von Athleten genutzt wird, sagte der Wissenschaftliche Direktor der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Olivier Rabin, einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge. "Doch wir wissen, daß Athleten eines Tages versuchen werden, auf diese Weise ihre Leistung zu steigern."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) fühlt sich im Kampf gegen Gendoping gerüstet. "Die exzellente Nachricht der Konferenz ist, daß der Nachweis von Gendoping künftig möglich sein wird", verkündete IOC-Präsident Jacques Rogge.

Die "Welt" berichtet, daß Dopingproben künftig acht Jahre lang zur Nachuntersuchung aufbewahrt werden sollen, so daß sie später bei begründetem Verdacht mit neuentwickelten Verfahren erneut analysiert werden können. Rogge: "So können sich Betrüger nie sicher sein. Das ist eine großartige Abschreckung."

In Stockholm hatten 50 Wissenschaftler aus 15 Ländern zwei Tage lang über Gendoping beraten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Wäre Gendoping nachweisbar?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »